SOMMERFRISCHE ILLINGMÜHLE

Das Gimmlitztalmuseum mit Café & Herberge im Naturschutzgebiet

Die Weinputtenherberge blickt auf eine wechselvolle Geschichte als Übernachtungs- und Gaststätte zurück. Erbaut um 1870 von dem Eigentümer der benachbarten Illingmühle als Herberge in der Mitte des Tals, ging diese schon bald in das Eigentum der Familie Göpfert über.

Es war zunächst eine einfache Beherbergung für die Kutscher, die in schwerer körperlicher Arbeit Holzfuhren bis in die 40 km entfernte Landeshauptstadt auszuführen hatten - damals eine Tagesaufgabe, die mindestens eine Übernachtung erforderte. Mit dem Beginn des Ausflugstourismus' Ende des 19. Jahrhunderts besuchten mehr und mehr Sommerfrischler das ideal für Wanderungen gelegene Haus mit Gaststube und kleiner Landwirtschaft.

Der Zweite Weltkrieg setzte dieser Aufwärtsentwicklung vorerst ein Ende. Die Gästezahlen brachen ein. Wie viele andere bezahlte auch der Wirt bezahlte den Krieg mit seinem Leben. Seine Witwe führte das Haus so gut es ging weiter, bis 1952 die Lebensbedingungen für kleine Selbständige aufgrund des politischen Kurses zur Einführung des Sozialismus drastisch verschlechtert wurden. Die Wirtin sah sich gezwungen, das Haus zu schließen und verkaufte es 1958 an die Deutsche Post, die ein rustikales Kinderferienlager, anschließend Ferienheim, einrichtete. Erst 1976 verfügte die Post über die Mittel, die Zimmer mit Nachtspeicherheizungen und fießendem Wasser auszustatten. Das Haus war fortan gut belegt und bot für die bis zu 27 Gäste Vollverpflegung an. Diese Phase endete mit der Währungsunion 1990, die Post wollte sich den Betrieb nicht mehr leisten, das Haus stand bis 1994 leer und begann zu verfallen.

Nach der Privatisierung ist es unter konsequenter Achtung historischer Vorgaben behutsam modernisiert und den heutigen Anforderungen gerecht ausgestaltet worden.

Seit 2019 wird das Haus im Wesentlichen unter der Regie des Museumsvereins Gimmlitztalmuseum e.V. geführt. Im Vordergrund stehen die ständige Ausstellung zur Geschichte des Gimmlitztals und des Hauses sowie die wechselnden Ausstellungen zur Geschichte, Kunst und Kultur mit regionalem Bezug. Das Weinputtencafé lädt zu den Öffnungszeiten des Museums an den Wochenenden und an Feiertagen mit hausgemachter regionaler Küche, Kaffee, Eis und Kuchen zum Verweilen ein. Dazu stehen im Winter die Hutzenstub mit Kamin, Kachelofen und erzgebirgischer Holzkunst zur Verfügung; im Sommer lädt die Freifläche unter unserer 100jährigen Kastanie ein.

Wir bieten auf privater Grundlage auch gemütliche Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer – mit unterschiedlichem Standard. Erschwinglich  für jeden, mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und einer kulturell anspruchsvollen Atmosphäre. Der eigentliche Luxus sind aber die Lage des Hauses mitten im Naturschutzgebiet, in absoluter Stille, die nur vom Gesang der Vögel und dem Rauschen der frischen Gebirgswinde unterbrochen wird. Trotz der exklusiven Naturlage ist Frauenstein mit seinen Einkaufs- und Einkehrstätten und dem Silbermannmuseum in nur 5 Autominuten erreichbar, die Landeshauptstadt in 40 Autominuten.

Neben dem rustikalen Weingewölbe, dem Raum, der die aus der Bauzeit des Hauses erhaltenen Gewölbe umfasst, bietet die Kutscherstube Platz für 25 Personen, auch ein gemütlicher Saal mit bis zu 45 Plätzen steht zur Vermietung zur Verfügung.

Und was hat es nun mit den Weinputten auf sich? Das ist eine ganz besondere Geschichte ... vielleicht erzählt sie Ihnen unser Personal einmal ...?

 

 


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